In der Nacht von Samstag auf Sonntag (MESZ) absolvierten die beiden TTT-ler in Hawaii nicht nur die Ironman-Weltmeisterschaften zum 1. (Anita), bzw. 4. Mal (Michel), sondern dabei auch noch den wohl härtesten Ironman der Welt: Denn dieses Mal war es nicht nur wie immer wellig (Schwimmen im Pazifik), öde (Velofahren in der Lavawüste) und hart (Marathon zum Abschluss), sondern auch ziemlich heiss!
Wellen, Gegenwind, Flimmern
Doch für die beiden TTT-ler waren diese Umstände kein Grund, für zwei tolle Ergebnisse zu sorgen: Michel absolvierte die 226km in 10h 30min so schnell wie noch nie in seinen nun schon 4 Hawaii-Finishes (15 min schneller als vor zwei Jahren!): Nach 1h 7min Schwimmen, 5h 28min auf dem Velo und 3h 46min für den Marathon kam er somit locker noch als Daylight-Finisher ins Ziel und klassierte sich mit dieser Hammer-Leistung auf dem 85. Rang seiner Altersklasse und klassierte sich im vorderen Drittel (523) aller 1800 Teilnehmer! Michel zu seinem Rennen
Auch die Newcomerin Anita Lenti (siehe unten ihr Bericht) zeigte mit einer tollen Leistung bei ihrer ersten Hawaii-Teilnahme auf: Nach 11h 2min kam also auch die zweite Athletin des Tri Top Team Rheintal ins Ziel und klassierte sich damit sogar auf Rang 11 ihrer Altersklasse und in der vorderen Hälfte des gesamten Teilnehmerfeldes (790.). Nach dem Schwimmen und tollen 58min kam sie noch als Erste ihrer Altersklasse aus dem Wasser und nach dem Velo (5h 47min) lag sie noch auf Rang 5...und auf dem abschliessenden Marathon (4h 10min) kämpfte sie sich dann noch toll ins Ziel!
Das Rennen gewannen übrigens dieselben Athleten, die auch schon letztes Jahr triumphierten...sowohl Craig Alexander als auch Chrissie Wellington (in neuem Streckenrekord!) gelingt die Titelverteidigung! Bester Schweizer wird Mathias Hecht als 13. Der Vorjahresvierte, Ronnie Schildknecht kommt auf Rang 18, Stefan Riesen und Natascha Badmann mussten erneut aufgeben. Ironman Hawaii
Anita's Bericht aus Hawaii:
Liebe Leser und Leserinnen
Seit zwölf Tagen verbringe ich meinen Urlaub mit David auf der Südseeinsel „Big Island”. Sie ist wunderschön und ruhig. Ich schildere euch im folgenden Text einige Eindrücke und Erlebnisse. Das Schönste nehme ich aber vorweg: Im Meer schwimmen Schildkröten, grosse und sehr grosse.
Im 18. Jahrhundert wurde diese Insel vom Seefahrer James Cook entdeckt, er wurde wie ein König empfangen, weil die Eingeborenen glaubten, er sei ein Gott. Eine Entdeckung machte zwei Tage vor dem Start auch der „X-Terra” Manager. Er traf mich waehrend eines Trainings. Ihm gefiel meine Art zu traineren und einen Tag spaeter hatte ich auch schon einen passenden langen Einteiler (Speedsuit) der erwaehnten Firma gratis bei mir zu Hause. Ich testete das sehr enge Kleidungsstück und stellte fest, dass es mich beim Schwimmen unterstütze. Dankend nahm ich das Geschenk entgegen und zeigte meine Freude mit einer entsprechenden Schwimmzeit. Frohen Mutes begab ich mich auf die Radstrecke, die mir zusagte, da nur wenige Kurven zu befahren waren und mir der Wind entgegen kam, da ich auf einem kleinen 26 Zoll Rad sass. Für meine Verhaeltnisse traf ich sehr schnell wieder in der Wechelzone ein.
Etwas unangenemer wurde es waehrend des Laufens: Ich konnte mein gewohntes Tempo nicht mehr halten und verlor leider ein paar Plaetze. Ein Wellenbad der Gefühle überkam mich auf der Laufstrecke: angenehme, lehrreiche, aber auch mühsame und intensive. Oft dachte ich an die Schildkröten, denn auch sie bewegen sich ein wenig schwerfaellig im Wasser.
Dem Mythos "Hawaii" bin ich nun begegnet. Es war spannend, sehr spannend. Ich bin stolz auf meine Leistung und kann jetzt, einen Tag nach dem Ironman, auf ein sehr schönes Triathlonjahr zurückblicken.



