GIGA-NÜESCH

07/10/2018

Erster Podestplatz am Gigathlon 2018

Mathias Nüesch aus Widnau, Triathlet gelingt am Gigathlon 2018 in Arosa/Davos ein persönlicher Meilenstein: Bronze in der Kategorie Single Man.

 

Zum dritten Mal startete Mathias Nüesch in der Kategorie Single Man bei einem Gigathlon. "Mir gefällt die Herausforderung, die Atmosphäre unter den Gigathleten und die außergewöhnlichen und unbekannten Strecken" so Nüesch über die Motivation am Gigathlon mitzumachen.

Der diesjährige Gigathlon stand ganz unter dem Motto „Unleash the animal“. So galt es für den Single Athleten über drei Tage verteilt 312km und 8750hm in den Disziplinen Swimrun, Laufen, Alpiner Trailrun, Bike, Rennvelo und Schwimmen zu bewältigen.

 

Am Freitag startete der Prolog mit einem Swimrun bei welchem Nüesch im Neopren laufend und in Turnschuhen schwimmend die Strecke absolvieren musste. Vor allem der hügelige Verlauf der Strecke sowie die starken Temperaturschwankungen zwischen 8°Grad kaltem Wasser und Hitze im Neopren machten ihm Schwierigkeiten."Die nicht alltägliche Belastung und der Temperaturwechsel machten mir muskulär sehr zu schaffen", so Nüesch. Trotz allem gelang es ihm den Tag als 7ter Single Man zu beenden. 

 

Der Samstag startete für Mathias Nüesch früh morgens mit dem Alpinen Trailrun von Arosa, Latschuelfurgga, über den Höhenweg zum Strelapass. "Vor allem die atemberaubende Aussicht über das Landwassertal entschädigte für das frühe Aufstehen", meinte Nüesch. Zeitneutralisiert ging es dann mit dem Bähnli nach Davos hinunter, wo schon der frische Davosersee (13°Grad) auf den Athleten wartete.

 

Die weitere Strecke führte Nüesch mit dem Rennrad von Davos aus, hinauf zum Albulapass bevor er dann nach einer rasanten Abfahrt La Punt im Engadin erreichte. Aufgrund mehrerer Baustellen wurde dort ein Teil der Strecke neutralisiert was dazu führte, das sich das Feld der Single Männer wieder zusammenfand. "Durch die Neutralisation gab es so ein gemeinsames entspanntes Teilstück bevor der Konkurrenzkampf wieder weiter ging", sagte Nüesch. Das Feld erklomm dann als nächstes den Flüelapass wo es auf 13Km 960hm zu bewältigen gab. Zurück in Davos konnte Nüesch die 118 km als vierter Athlet beenden. Im folgenden Streckenabschnitt auf dem Bike galt es den Höhenweg ein zweites Mal zu erklimmen. Die Strecke führte Nüesch in einer eindrücklichen Berglandschaft weiter zum Strelapass, durch die Geröllhalde nach Langwies, zum Stausee Isel und zurück nach Arosa. Die Bikestrecke ließ Nüesch im Feld weiter zurückfallen. Zum einen verlor er viel Zeit aufgrund der technisch schwierigen Abfahrt. Zum anderen musste Nüesch auf dem letzten Streckenabschnitt einen platten Reifen einbüßen. Diese Umstände ließen ihn den Tag als 5ter Single Man beenden. 

Am Sonntag dem dritten und letzten Tag konnte Mathias Nüesch im Jagdstart teilnehmen, da er weniger als eine Stunde Rückstand auf den Leader hatte. Von Chur aus wurde die Strecke auf dem Rennvelo gestartet. So galt es 30km, 1300hm und 365 Kurven durchs Schanfigg hinauf nach Arosa zu befahren. Da die Ränge 3-6 alle innerhalb von 8 Min lagen, witterte Nüesch seine Chance anzugreifen. Er gab Vollgas und merkte schnell das einer der Favoriten seinen fitten Beinen auf dem Velo nicht standhalten konnte. So vermochte Nüesch schnell einige Ränge gutzumachen und absolvierte die kurvenreiche und steile Strecke mit der zweitbesten Velozeit.

Bei der anschließend ersten Schwimmetappe konnte der Athlet ins kühle Nass des Untersees springen. "Heute freute ich mich aufs Schwimmen, da es meinen geschundenen Beinen eine Pause ermöglichte", so Nüesch. Im anschließenden Alpinen Trailrun galt es weitere Ränge gutzumachen. Die Strecke verlief über einige Höhenmeter vorbei an verschiedenen Seen und Wiesen zurück nach Innerarosa. Die Aufholjagd lohnte sich für Mathias Nüesch so gelang es ihm sich auf den 3. Zwischenrang vorzukämpfen. Auch nach der zweiten Schwimmetappe klappte es den Rang zu halten. 

 

Beim folgenden Bikekurs wurden 34km rund ums Weisshorn mit dem auf 2500m.ü. M. liegendem Hörnligrat in Angriff genommen. Da Nüesch die Strecke kannte und wusste dass diese technisch weniger anspruchsvoll war, galt es führ ihn seinen 3. Rang weiterhin zu verteidigen. "Ich war froh, dass ich die Strecke in meinem eigenen Tempo fahren konnte, da keine nahende Konkurrenz in Sicht war", erzählte Nüesch.

 

Zum Schluss kam nochmals Mathias Nüeschs Paradedisziplin das Laufen. "In der Wechselzone sagte mir meine Frau, dass der Rückstand zum zweiten zu groß wäre, um noch aufzuholen, deshalb ging ich auf sicher", sagte Nüesch. Der Schlusslauf mit 350hm und 13km hatte es nochmals in sich. „der hügelige Streckenverlauf verlangte auch mir als gutem Läufer nochmals alles ab“ sagte er. Als er dann 3 km vor dem Ziel war und er den höchsten Punkt der Strecke erreicht hatte, setzte bei Nüesch ein Adrenalinschub ein und die Vorfreude aufs Ziel war groß.

Kurz vor dem Ziel wartete schon seine Frau, welche ihn über das ganze Wochenende als super Supporterin in den Bereichen Disziplinenwechsel, Ernährung und Material unterstützte und für den nötigen seelischen Beistand sorgte, um mit ihm zusammen durchs Ziel zu laufen.

"Ich hätte mir ein Podestplatz erträumt, doch wirklich realisieren, dass ich es nun tatsächlich geschafft habe, kann ich es noch nicht ganz", meinte der glückliche aber müde Drittplatzierte im Ziel.

Mathias Nüesch konnte über die drei Tage immer sehr solide Leistungen zeigen. Die Strecken waren sehr vielfältig und die verschiedenen Landschaften sehr schön und eindrücklich, doch war die dünne Luft auch für einen gut trainierten Athleten sehr anspruchsvoll. Nüesch verlor im Rennverlauf nie den Glauben an sich selbst auch wenn es mal nicht ganz rund lief.

"Der Mut anzugreifen hat sich auf jeden Fall gelohnt" sagte der stolze Bronzemedailliengewinner. 

 

 

 

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